Skulpturen und Plastiken ankaufen in Wien
Eine Bronzefigur auf der Kommode, eine geschnitzte Heiligenfigur, eine Marmorbüste aus dem Nachlass. Suchen Sie die Signatur am Sockel – sie entscheidet fast alles.
Einschätzung kostenlos · Termin nur bei Zustimmung

Das kaufen wir an
- Bronzeplastiken und Statuetten, signiert und unsigniert
- Wiener Bronzen, kalt bemalt, oft nur wenige Zentimeter groß
- Holzskulpturen, besonders barocke und sakrale Figuren
- Marmor- und Steinskulpturen, Büsten, Reliefs
- Terrakotta, Gips- und Kunststeinfiguren nach Sichtung
- Jugendstil- und Art-déco-Figuren
Woran sich der Wert bemisst
- Signatur
- Der wichtigste Faktor. Sie steht meist am Sockel, an der Standfläche oder an der Rückseite, manchmal sehr klein.
- Material und Guss
- Bronze, Messing, Zinkguss und Kunststein unterscheiden sich stark im Wert. Gewicht und Klang geben einen ersten Hinweis.
- Gießereistempel
- Neben der Künstlersignatur findet sich häufig eine Gießereimarke. Sie erlaubt die zeitliche Einordnung und trennt Originalguss vom Nachguss.
- Oberfläche
- Eine gewachsene Patina gehört zum Wert. Aufpolierte oder neu lackierte Bronzen verlieren deutlich.
Zuerst der Sockel
Bei Skulpturen läuft fast alles über die Signatur. Sie steht selten sichtbar in der Mitte, sondern klein am Rand des Sockels, an der hinteren Kante, auf der Standfläche oder unter dem Fuß.
Nehmen Sie die Figur in die Hand und gehen Sie den Sockel systematisch ab – vorn, seitlich, hinten, unten. Was Sie finden, fotografieren Sie in Großaufnahme. Auch unleserliche Zeichen, auch Zahlen, auch Stempel, die nach nichts aussehen.
Neben der Künstlersignatur findet sich bei Bronzen oft eine Gießereimarke. Sie ist fast ebenso wichtig, weil sie sagt, wo und wann gegossen wurde – und damit, ob es sich um einen Originalguss oder einen späteren Nachguss handelt.
Bronze, Messing oder Zinkguss
Die Materialfrage entscheidet über die Größenordnung. Ein einfacher Vergleich ohne Werkzeug:
Gewicht. Bronze ist schwer. Wenn eine dreißig Zentimeter hohe Figur sich leicht anfühlt, ist es meist kein Bronzeguss.
Klang. Vorsichtig mit dem Fingernagel anschlagen. Bronze klingt dunkel und trägt nach, Zinkguss klingt hell und kurz.
Abrieb. An Kanten und Griffstellen reibt sich Lack ab. Kommt dort ein gräuliches, mattes Metall zum Vorschein, ist es Zinkguss mit Bronzelackierung.
Das sind Hinweise, keine Beweise. Schreiben Sie uns einfach das geschätzte Gewicht dazu, das hilft bei der Einschätzung mehr als jede Beschreibung.
Wiener Bronzen
Eine Wiener Besonderheit und in hiesigen Haushalten nicht selten. Es handelt sich um kleine, oft nur wenige Zentimeter hohe Figuren aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, kalt bemalt und sehr fein ausgeführt – Tiere, Alltagsszenen, orientalische Motive.
Sie stehen meist unbeachtet in Vitrinen, weil sie klein sind. Die Marke sitzt an der Unterseite und ist winzig. Wenn Sie solche Figuren haben: fotografieren Sie sie mit einem Maßstab daneben, sonst lässt sich die Größe nicht einschätzen.
Wichtig bei diesen Stücken: Die Kaltbemalung ist empfindlich und darf nicht gewaschen werden. Abgeriebene Farbe mindert den Wert erheblich.
Bitte nicht polieren
Der häufigste und folgenreichste Fehler bei Bronzen. Die dunkle, über Jahrzehnte gewachsene Oberfläche ist keine Verschmutzung, sondern Patina – und sie ist Teil dessen, wofür jemand zahlt.
Wer eine Bronze mit Metallputzmittel bearbeitet, entfernt sie. Das Ergebnis glänzt, sieht aber neu aus und ist für Sammler deutlich weniger wert. Rückgängig machen lässt sich das nicht.
Dasselbe gilt für Holzskulpturen: Die originale Fassung, also die alte Bemalung oder Vergoldung, gehört zum Stück. Abbeizen, neu lackieren oder „auffrischen” vernichtet Wert.
Staub abwischen ist erlaubt. Mehr nicht.
Sakrale Holzskulpturen
In österreichischen Haushalten und besonders in ländlichen Gegenden Niederösterreichs finden sich regelmäßig geschnitzte Heiligenfiguren, Kruzifixe und Hausaltäre. Manche stammen aus dem Barock, viele aus dem 19. Jahrhundert.
Bewertet werden Alter, Qualität der Schnitzerei, Erhaltung der Fassung und Vollständigkeit – fehlende Hände, Attribute oder Sockel mindern.
Fotografieren Sie solche Figuren von vorn, von der Seite, von hinten und die Standfläche. Die Rückseite ist wichtig, weil dort die Aushöhlung sichtbar wird, an der sich die Machart erkennen lässt.
Große und schwere Stücke
Marmorbüsten, Steinfiguren, größere Bronzen: Bitte versuchen Sie nicht, sie selbst zu bewegen. Wir holen ab und bringen das nötige Material mit – Sackkarre, Gurte, ausreichend Leute.
Was wir dafür brauchen: geschätztes Gewicht, Stockwerk, Lift ja oder nein, und ob das Fahrzeug in Hausnähe stehen kann. Mit diesen drei Angaben planen wir richtig.
So fotografieren Sie richtig
Je besser die Fotos, desto genauer die Einschätzung – und desto seltener müssen wir nachfragen.
- 1Die Figur von vorn, vollständig, mit einem Maßstab daneben.
- 2Den Sockel rundum absuchen und jede Signatur, Nummer und Marke fotografieren.
- 3Die Unterseite oder Standfläche – dort sitzen Gießereistempel und Modellnummern.
- 4Eine Seiten- und eine Rückansicht.
- 5Das Gewicht schätzen oder wiegen und dazuschreiben. Es unterscheidet Bronze von Zinkguss.
So kommen wir auf den Preis
Vier Dinge bestimmen den Betrag: der Zustand, die aktuelle Nachfrage, der Marktpreis vergleichbarer Stücke und der Aufwand für die Abholung. Wir sagen Ihnen, welcher Punkt bei Ihrem Stück den Ausschlag gibt – wer erklärt, wie er rechnet, muss sich nicht auf Zahlen berufen, die niemand nachvollziehen kann.
Sie lösen einen ganzen Haushalt auf? Wir kaufen an und räumen den Rest — das rechnen wir gegen.
Zur HaushaltsauflösungHäufige Fragen
Ist meine Figur Bronze oder nur Messing?
Ein erster Test ohne Werkzeug: Bronze ist deutlich schwerer als eine gleich große Figur aus Zinkguss und klingt beim Anschlagen dunkel statt hell. Zinkguss ist oft bronzefarben lackiert; an abgeriebenen Stellen kommt dann ein gräuliches Metall zum Vorschein. Am Foto sehen wir es meist an Oberfläche und Details.
Ich finde keine Signatur.
Suchen Sie den ganzen Sockel ab, auch die Unterseite und die Rückseite. Signaturen sind oft sehr klein und teils in die Patina eingesunken. Wenn keine da ist, ist das kein Ausschluss – dann zählen Material, Machart und Qualität des Gusses.
Soll ich die Figur vorher polieren?
Nein, auf keinen Fall. Die gewachsene Patina ist bei Bronzen Teil des Werts. Eine aufpolierte oder mit Metallputzmittel behandelte Figur verliert erheblich, und das lässt sich nicht rückgängig machen.
Was ist mit Heiligenfiguren aus Holz?
Die sehen wir uns an. Bei sakralen Holzskulpturen zählen Alter, Schnitzqualität und die originale Fassung, also die alte Bemalung. Bitte nichts abbeizen oder neu fassen lassen – das ist der häufigste Fehler bei solchen Stücken.
Die Skulptur ist zu schwer zum Transportieren.
Wir holen ab. Sagen Sie uns Gewicht, Stockwerk und ob ein Lift da ist, dann kommen wir mit genügend Leuten und dem passenden Material. Bitte nichts selbst schleppen.
Skulpturen – Fotos schicken
Drei Fotos genügen für eine erste Einschätzung. Kostenlos, unverbindlich, in Wien und Niederösterreich.
Unsicher, ob es etwas wert ist?
Genau dafür ist die Einschätzung da. Schicken Sie Fotos – wenn nichts dabei ist, sagen wir das genauso.