Gemälde ankaufen in Wien und Niederösterreich
Ein Bild aus dem Nachlass, ein Ölgemälde über dem Sofa, eine Mappe mit Grafiken vom Dachboden. Fotografieren Sie Vorderseite, Signatur und Rückseite – gerade die Rückseite sagt oft mehr als das Motiv.
Einschätzung kostenlos · Termin nur bei Zustimmung

Das kaufen wir an
- Ölgemälde auf Leinwand, Holz oder Karton
- Aquarelle, Gouachen, Pastelle, Zeichnungen
- Druckgrafik – Radierungen, Lithografien, Holzschnitte, nummerierte Auflagen
- Alpenländische und Wiener Landschaftsmalerei
- Stillleben, Porträts, Veduten, Stadtansichten von Wien
- Ganze Konvolute aus Nachlässen, auch ungerahmt
Woran sich der Wert bemisst
- Signatur und Zuschreibung
- Ein lesbarer Name verändert alles. Auch eine unleserliche Signatur oder ein Monogramm ist ein Ansatzpunkt – fotografieren Sie sie in jedem Fall.
- Die Rückseite
- Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, alte Rahmenmacher-Stempel und handschriftliche Vermerke sagen oft mehr über Herkunft und Zeit als das Motiv.
- Technik
- Ein Original in Öl oder Aquarell ist etwas anderes als ein Kunstdruck hinter Glas. Der Unterschied ist auf einem schrägen Foto mit Streiflicht meist erkennbar.
- Zustand
- Craquelé ist bei alten Bildern normal. Risse in der Leinwand, Schimmel, Wasserränder und großflächige Übermalungen mindern deutlich.
Warum die Rückseite wichtiger ist als das Motiv
Wer ein Bild einschätzen soll, dreht es zuerst um. Auf der Rückseite steht, was auf der Vorderseite fehlt: Etiketten von Galerien und Ausstellungen, Nummern aus Nachlassverzeichnissen, Stempel von Rahmenmachern, handschriftliche Vermerke früherer Besitzer, manchmal ein Datum.
Das Motiv sagt über den Wert wenig aus. Eine hübsche Alpenlandschaft kann von einem bekannten Maler stammen oder von einem Sonntagsmaler – von vorn sieht man das oft nicht. Von hinten schon.
Deshalb unsere Bitte: Fotografieren Sie die ganze Rückseite, auch wenn dort scheinbar nichts ist.
Original oder Druck?
Die zweithäufigste Frage. Ein einfacher Test mit dem Telefon: Fotografieren Sie das Bild schräg von der Seite, sodass das Licht flach darüber streicht. Bei einem Ölgemälde sehen Sie dann die Pinselstruktur, den Auftrag, die Unebenheiten der Farbe. Ein Druck ist glatt.
Bei Grafik ist es anders: Radierungen und Lithografien sind ebenfalls Originale im Sinne des Kunsthandels, wenn sie nummeriert und signiert sind. Der Hinweis steht meist unter dem Bild, außerhalb der Darstellung – etwa „12/50” links und die Signatur rechts.
Wiener und alpenländische Malerei
In Wiener Haushalten findet sich überdurchschnittlich oft Landschafts- und Vedutenmalerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ansichten von Wien, Motive aus Salzkammergut und Semmering, Darstellungen aus der Wachau. Solche Bilder wurden über Generationen weitergegeben und hängen heute bei den Enkeln.
Nicht jedes davon ist wertvoll, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher als bei zeitgenössischer Dekoration. Wenn Sie ein Bild mit solchem Motiv haben und es alt aussieht, lohnt sich das Foto.
Was uns die Fotos sagen müssen
Damit wir einschätzen können, brauchen wir mindestens:
- die Vorderseite gerade und vollständig, ohne Spiegelung
- die Signatur in Großaufnahme
- die Rückseite vollständig
- die Maße, entweder als Angabe oder mit einem Maßband im Bild
Wenn Sie noch ein Streiflicht-Foto dazulegen, ist die Einschätzung deutlich belastbarer. Fehlen Angaben, fragen wir nach – das kostet nur Zeit.
Konvolute aus Nachlässen
Wenn aus einer Wohnung zwanzig oder dreißig Bilder kommen, ist eine Einzelfotografie aller Stücke unpraktisch. In solchen Fällen: Machen Sie zuerst Übersichtsfotos von Wand oder Stapel. Wir sehen daran, ob sich ein Termin vor Ort lohnt, und kommen dann und sichten alles gemeinsam.
Bei Räumungen läuft das ohnehin so: Wir sehen uns die Bilder bei der Besichtigung an und rechnen den Betrag gegen die Räumungskosten.
Ehrlich gesagt
Die meisten Bilder in durchschnittlichen Haushalten haben keinen nennenswerten Marktwert. Reproduktionen, Drucke aus Einrichtungshäusern, dekorative Malerei ohne Signatur. Das sagen wir Ihnen dann auch so, statt einen Termin zu vereinbaren und vor Ort abzuwinken.
Es kostet nichts, es zu prüfen – und die Fälle, in denen doch etwas dabei ist, rechtfertigen den Aufwand.
So fotografieren Sie richtig
Je besser die Fotos, desto genauer die Einschätzung – und desto seltener müssen wir nachfragen.
- 1Bild gerade von vorn fotografieren, bei Tageslicht und ohne Blitz – Blitz spiegelt auf Firnis und Glas.
- 2Signatur aus der Nähe, auch wenn sie unleserlich scheint. Meist unten rechts oder unten links.
- 3Die ganze Rückseite fotografieren, mit Etiketten, Stempeln und Aufschriften.
- 4Ein Foto schräg mit Streiflicht – daran erkennt man Pinselstruktur und damit ein Original.
- 5Ein Maßband oder einen Gegenstand daneben legen, damit die Größe einschätzbar ist.
So kommen wir auf den Preis
Vier Dinge bestimmen den Betrag: der Zustand, die aktuelle Nachfrage, der Marktpreis vergleichbarer Stücke und der Aufwand für die Abholung. Wir sagen Ihnen, welcher Punkt bei Ihrem Stück den Ausschlag gibt – wer erklärt, wie er rechnet, muss sich nicht auf Zahlen berufen, die niemand nachvollziehen kann.
Sie lösen einen ganzen Haushalt auf? Wir kaufen an und räumen den Rest — das rechnen wir gegen.
Zur HaushaltsauflösungHäufige Fragen
Ich kann die Signatur nicht lesen. Ist das ein Problem?
Nein, das ist der Normalfall. Fotografieren Sie sie trotzdem so scharf wie möglich. Viele Signaturen lassen sich anhand der Schreibweise und der Malweise zuordnen, und oft hilft ein Etikett auf der Rückseite weiter.
Ist der Rahmen im Preis enthalten?
Der Rahmen wird getrennt betrachtet. Ein alter, handgearbeiteter Stuck- oder Goldrahmen kann selbst einen Wert haben, auch wenn das Bild darin wenig bringt. Fotografieren Sie ihn deshalb mit.
Kaufen Sie auch Drucke und Reproduktionen?
Nummerierte und signierte Druckgrafik ja. Reine Reproduktionen aus dem Möbelhandel und Posterdrucke nein – dafür gibt es keinen Markt. Am Foto mit Streiflicht ist der Unterschied meist zu sehen.
Ich habe viele Bilder aus einem Nachlass.
Dann fotografieren Sie zuerst die Wand oder den Stapel im Überblick und schicken danach Einzelfotos der Stücke, die Ihnen am ehesten auffallen. Bei größeren Konvoluten kommen wir auch vorbei und sehen alles vor Ort durch.
Sollte ich ein Bild vorher reinigen lassen?
Bitte nicht. Eine unsachgemäße Reinigung kann Firnis und Malschicht beschädigen und senkt den Wert erheblich. Auch angelaufene Bilder beurteilen wir im Ist-Zustand.
Gemälde – Fotos schicken
Drei Fotos genügen für eine erste Einschätzung. Kostenlos, unverbindlich, in Wien und Niederösterreich.
Unsicher, ob es etwas wert ist?
Genau dafür ist die Einschätzung da. Schicken Sie Fotos – wenn nichts dabei ist, sagen wir das genauso.