Antike Möbel ankaufen in Wien und NÖ
Ein Kasten vom Dachboden, eine Kommode aus der Wohnung der Großmutter, ein Sekretär, der seit Jahren im Weg steht. Schicken Sie drei Fotos – wir sagen Ihnen, ob es Biedermeier ist oder eine Kopie aus den Sechzigern.
Einschätzung kostenlos · Termin nur bei Zustimmung

Das kaufen wir an
- Biedermeier – Kommoden, Sekretäre, Halbschränke, Tische, Stühle
- Gründerzeit – Vertikos, Buffets, Kredenzen, Spiegel mit Stuckrahmen
- Jugendstil – Sitzmöbel, Vitrinen, Beistelltische
- Bauernmöbel – bemalte Truhen, Kästen, Bauernkredenzen
- Einzelstücke aus Nussholz, Kirsche, Mahagoni mit Furnier und Intarsien
- Wiener Geflecht, Thonet-Bugholzmöbel, Kaffeehausstühle
Woran sich der Wert bemisst
- Epoche und Machart
- Handwerkliche Verarbeitung, Massivholz, gezinkte Laden und Originalbeschläge unterscheiden ein Original von einer späteren Nachbildung.
- Zustand
- Gebrauchsspuren sind normal und mindern wenig. Abgelöstes Furnier, Wurmbefall oder eine unsachgemäße Neulackierung dagegen schon.
- Originalität
- Je mehr im Originalzustand ist – Beschläge, Schlösser, Schlüssel, Oberfläche –, desto besser. Abgeschliffene und neu lackierte Stücke verlieren spürbar.
- Vollständigkeit
- Ein Paar Stühle ist mehr wert als zwei einzelne. Beim Aufsatzmöbel gehört der Aufsatz dazu.
Warum sich der Blick lohnt, bevor etwas weggefahren wird
Das häufigste Missverständnis: „Das ist doch nur alter Kasten.” Gerade in Wien steht in vielen Wohnungen und auf vielen Dachböden Mobiliar aus dem 19. Jahrhundert, das nie als besonders wahrgenommen wurde, weil es immer da war. Biedermeier und Gründerzeit sind hier keine Seltenheit, sondern Bestand.
Umgekehrt gilt genauso: Nicht alles, was alt aussieht, ist es. In den Fünfziger- bis Siebzigerjahren wurden historische Formen massiv nachgebaut, oft mit Spanplatte und Furnier. Solche Stücke sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, haben aber keinen Sammlermarkt.
Der Unterschied lässt sich an den Fotos erkennen. Deshalb fragen wir gezielt nach Laden, Rückseite und Beschlägen.
Was Wien besonders macht
Die Gründerzeit hat die Stadt nicht nur gebaut, sie hat sie auch eingerichtet. Zwischen 1860 und 1914 entstanden hier Möbel in großer Zahl – und ein erheblicher Teil davon steht bis heute in denselben Häusern. Dazu kommt das Erbe der Wiener Werkstätte und der Bugholzmöbel, die von hier aus in die ganze Welt gingen.
Praktisch heißt das: Bei einer Wohnungsauflösung in einem Gründerzeithaus ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass etwas dabei ist. Ein Vertiko, ein Spiegel mit Stuckrahmen, ein Buffet, Kaffeehausstühle im Keller.
Bitte nicht abschleifen
Das ist der teuerste Fehler, den man vor einem Verkauf machen kann. Eine über Jahrzehnte gewachsene Oberfläche – die Patina – ist Teil des Werts. Wer sie abschleift und neu lackiert, entfernt genau das, wofür jemand zahlen würde.
Dasselbe gilt für Beschläge: Originale Schlösser, Griffe und Schlüssel gehören dazu. Wenn Sie ein Stück „herrichten” möchten, warten Sie damit, bis Sie wissen, ob es sich lohnt.
Was hilft und nicht schadet: abstauben und die Fotos bei Tageslicht machen.
Wie die Abholung läuft
Wenn Ihnen unser Angebot passt, vereinbaren wir einen Termin. Vorher kommt niemand – das ist der Punkt, an dem sich der Ankauf von einer Besichtigung unterscheidet.
Wir tragen selbst, auch aus dem vierten Stock ohne Lift. Bei großen oder schweren Stücken brauchen wir die Angabe zu Stockwerk, Lift und Zufahrt, damit wir mit ausreichend Leuten kommen. Ausgezahlt wird bei der Abholung.
Wenn parallel eine Räumung ansteht, rechnen wir den Betrag gegen. Dann zahlen Sie nur die Differenz – das ist in vielen Fällen der wirtschaftlichere Weg.
Was wir nicht ankaufen
Damit Sie sich den Aufwand sparen: Serienmöbel aus Möbelhäusern der letzten Jahrzehnte, Polstergarnituren mit Gebrauchsspuren, furnierte Schrankwände, Kiefernmöbel aus den Achtzigern, Büromobiliar. Dafür gibt es keinen Markt, der eine Abholung trägt.
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie trotzdem. Eine Einschätzung kostet nichts, und uns ist eine klare Absage lieber als ein Termin, der für beide nichts bringt.
So fotografieren Sie richtig
Je besser die Fotos, desto genauer die Einschätzung – und desto seltener müssen wir nachfragen.
- 1Ein Foto vom ganzen Möbelstück, frontal und gerade, bei Tageslicht ohne Blitz.
- 2Eine Lade herausziehen und die Verbindung an den Ecken fotografieren – daran erkennt man die Machart.
- 3Rückseite, Unterseite oder Innenseite mit Stempeln, Etiketten und Nummern.
- 4Beschläge, Schlösser und Griffe aus der Nähe.
- 5Schäden ehrlich mitfotografieren. Sie senken den Preis weniger als eine Überraschung bei der Abholung.
So kommen wir auf den Preis
Vier Dinge bestimmen den Betrag: der Zustand, die aktuelle Nachfrage, der Marktpreis vergleichbarer Stücke und der Aufwand für die Abholung. Wir sagen Ihnen, welcher Punkt bei Ihrem Stück den Ausschlag gibt – wer erklärt, wie er rechnet, muss sich nicht auf Zahlen berufen, die niemand nachvollziehen kann.
Sie lösen einen ganzen Haushalt auf? Wir kaufen an und räumen den Rest — das rechnen wir gegen.
Zur HaushaltsauflösungHäufige Fragen
Woran erkenne ich, ob ein Möbelstück alt ist?
Ein guter erster Hinweis sind die Laden. Handgefertigte Zinken sind unregelmäßig, maschinelle gleichmäßig. Dazu Massivholz statt Spanplatte, sichtbare Alterung an den Innenflächen, Beschläge aus Messing oder Eisen statt verchromtem Stahl. Sicher sagen können wir es anhand der Fotos.
Muss ich das Möbelstück abbauen oder tragen?
Nein. Wir holen ab und tragen selbst. Sagen Sie uns nur, in welchem Stock es steht und ob ein Lift da ist – bei einem schweren Kasten im vierten Stock ohne Lift planen wir mehr Leute ein.
Kaufen Sie auch einzelne Stücke oder nur ganze Einrichtungen?
Beides. Ein einzelner Sekretär ist genauso willkommen wie eine komplette Zimmereinrichtung. Bei einer ganzen Wohnung lohnt sich oft die Kombination mit einer Räumung, weil der Ankaufsbetrag dann direkt gegengerechnet wird.
Was ist mit beschädigten oder restaurierungsbedürftigen Möbeln?
Kommt auf das Stück an. Ein gutes Biedermeier-Möbel mit Furnierschaden ist weiterhin interessant, eine durchgesessene Sitzgarnitur der Achtzigerjahre auch im Originalzustand nicht. Schicken Sie Fotos, dann sagen wir Ihnen offen, woran wir sind.
Wie schnell bekomme ich eine Antwort?
Wir sehen uns die Fotos an und melden uns zurück. Wenn es eilt – etwa weil ein Übergabetermin ansteht – schreiben Sie das dazu, dann ziehen wir die Einschätzung vor.
Antike Möbel – Fotos schicken
Drei Fotos genügen für eine erste Einschätzung. Kostenlos, unverbindlich, in Wien und Niederösterreich.
Unsicher, ob es etwas wert ist?
Genau dafür ist die Einschätzung da. Schicken Sie Fotos – wenn nichts dabei ist, sagen wir das genauso.